Pflegekräfte aus Osteuropa – mit marta

Von Yannick S., Team Lead bei marta · Aktualisiert: Juni 2026

Durch die immer älter werdende Gesellschaft herrscht aktuell eine viel größere Nachfrage nach Pflege- und Betreuungspersonal, als dies früher der Fall war. Auch sind die Kosten für deutsches Pflegepersonal sehr hoch. Vor allem Betreuungskräfte aus Osteuropa können hierfür die Lösung sein. In den osteuropäischen Nachbarländern Deutschlands spielt die Familie und deren Zusammenhalt eine sehr wichtige Rolle. Ältere Menschen werden in Ländern wie Polen, Rumänien, Bulgarien oder auch Litauen sehr geschätzt. Die liebevolle und respektvolle Art der Betreuungskräfte aus Osteuropa ist eine Bereicherung für die Pflege und Betreuung von Senioren und Seniorinnen hierzulande.

Inhaltsverzeichnis

1. Pflegekräfte aus Osteuropa: Alternative zum Pflegeheim
2. Positive Aspekte von Pflegekräften aus Osteuropa
3. Leistungen der osteuropäischen Pflegekräfte
4. Vorrausetzungen und Hinweise zur Beschäftigung von Pflegekräften aus Osteuropa
5. Fragen und Antworten bezüglich einer Betreuungskraft aus Osteuropa

Lesezeit: 7 Minuten

1. Pflegekräfte aus Osteuropa: Eine gute Alternative bei der Betreuung und Pflege

Wie bereits erwähnt, sind osteuropäische Kulturen stark von Respekt und Fürsorge für ältere Menschen geprägt. In vielen Familien leben mehrere Generationen zusammen unter einem Dach oder in unmittelbarer Nähe, wodurch die Pflege älterer Familienmitglieder selbstverständlich in den Alltag integriert wird.

Sprachliche Unterschiede zwischen osteuropäischen Sprachen und Deutsch können natürlich eine Herausforderung darstellen. Allerdings lernen viele Osteuropäer Deutsch als erste Fremdsprache in der Schule und sind daher bereits seit jungen Jahren damit vertraut. Zudem haben viele osteuropäische Pflegekräfte ein gesteigertes Interesse daran, sich durch gute Sprachkenntnisse für den deutschen Markt interessant zu machen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die kulturelle Ähnlichkeit zwischen Deutschland und Osteuropa. Dies schafft eine gemeinsame Basis und ermöglicht eine bessere Verständigung zwischen Pflegekraft und den Pflegebedürftigen.

Insgesamt kann man sagen, dass osteuropäische Pflegekräfte aufgrund ihrer kulturellen Werte und Traditionen, ihrer Qualifikation und ihrer Motivation eine wertvolle Unterstützung bei der Pflege von älteren Menschen darstellen.

Pflegekräfte aus Osteuropa - die Fakten im Überblick
Leistungen der Pflegekräfte aus Osteuropa

2. Die positiven Aspekte von Pflegekräften aus Osteuropa

Den meisten Menschen ist es wichtig, auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Abhängig von den persönlichen psychischen und physischen Einschränkungen kann hierfür eine 24-Stunden-Betreuung durch eine Pflegekraft aus Osteuropa sehr sinnvoll sein. Die pflegebedürftige Person muss sich nicht an ein komplett neues Umfeld gewöhnen, während gleichzeitig immer jemand in der Nähe ist.

Natürlich ist eine solche Leistung kostenintensiv. Obwohl es verschiedene Möglichkeiten der Bezuschussung gibt, übersteigen die Kosten für eine deutsche Betreuungskraft häufig die finanziellen Möglichkeiten der Angehörigen von pflegebedürftigen Personen. Eine Pflegekraft aus Osteuropa ist eine praktikable Option, um die Pflegebedürfnisse ihrer Angehörigen zu erfüllen.

Eine Betreuung durch dieselbe Person schafft eine Vertrauensbasis, die bei einer unregelmäßigen Betreuung durch verschiedene Pfleger nicht gegeben ist. Ältere Menschen benötigen eine gewisse Kontinuität, die sich entspannend und ausgleichend auf sie auswirkt. Das ist für eine erfolgreiche Pflege von großem Vorteil.

24-Stunden-Betreuung kann als Hilfe zur Selbsthilfe betrachtet werden. Selbstständigkeit und Mobilität werden gefördert, was vielen pflegebedürftigen Personen ermöglicht, wesentlich länger selbstbestimmt zu leben. Es ist erwiesen, dass dies sowohl für die Gesundheit als auch für das Selbstwertgefühl älterer Menschen sehr förderlich ist. Darüber hinaus gibt es so noch ein Gefühl der Sicherheit, wenn jemand vor Ort ist, der helfend zur Seite steht und unterstützt.

Der letzte Vorteil betrifft die kulinarischen Ähnlichkeiten zwischen der deutschen Küche und den Essgewohnheiten in Osteuropa. Eine wichtige Aufgabe von Pflegekräften aus Osteuropa ist die Essenszubereitung bzw. Unterstützung beim Kochen. Die Umgewöhnung bzw. Anpassung ist hierbei überschaubar.

Zusammenfassend eignet sich eine 24-Stunden-Betreuung durch eine Pflegekraft aus Osteuropa sehr gut für ältere Menschen, die gerne in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten. Diese Betreuung ist im Durchschnitt erschwinglicher und schafft eine Vertrauensbasis, die für eine erfolgreiche Pflege von großem Vorteil ist. Die Selbstständigkeit und Mobilität werden gefördert, was für die Gesundheit und das Selbstwertgefühl der älteren Menschen sehr förderlich ist. Auch die kulinarischen Ähnlichkeiten zwischen der deutschen Küche und den Essgewohnheiten in Osteuropa tragen zur erfolgreichen Pflege bei.

3. Leistungen der osteuropäischen Pflegekräfte in der 24-Stunden-Betreuung

Die osteuropäischen Pflegekräfte, die in der "24-Stunden-Betreuung" tätig sind, bieten eine Vielzahl von Leistungen an. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung bei der Grundpflege wie Körperpflege, Toilettengang und An- und Auskleiden, die Hilfe bei der Mobilisation und beim Transfer, die Zubereitung von Mahlzeiten sowie die hauswirtschaftliche Versorgung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Betreuung und Begleitung des Pflegebedürftigen im Alltag, indem beispielsweise Gespräche geführt, gemeinsame Aktivitäten geplant und durchgeführt, sowie bei der Organisation von Terminen und Besorgungen geholfen wird.

Die osteuropäischen Betreuungskräfte übernehmen nicht nur Aufgaben in der Grundpflege, sondern unterstützen auch bei der Haushaltshilfe und übernehmen Tätigkeiten außer Haus sowie in der Freizeitgestaltung.

Grundpflege:

Tätigkeiten im Haushalt:

Alltags- und Freizeitgestaltung:

4. Beschäftigung einer Pflegekraft aus Osteuropa: Wichtige Voraussetzungen und Hinweise 

Trotz all der bereits erwähnten Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten in verschiedenen Aspekten muss eines immer klar sein: Eine komplett fremde Person zieht in die eigenen vier Wände ein. Es bedarf also durchaus Zeit, Verständnis und Einfühlungsvermögen von beiden Seiten, bis sich alles eingespielt hat. Zusätzlich sollte die Betreuungskraft Unterstützung und Beratung durch den Arbeitgeber erhalten, um eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Es ist wichtig zu beachten, dass die 24-Stunden-Betreuung zu einer positiven Wechselbeziehung führt, von der sowohl die Betreuungskraft als auch die Pflegebedürftigen profitieren. Persönliches Kennenlernen und gegenseitiges Verständnis helfen in der Regel schnell und problemlos, etwaige Vorurteile auszuräumen.

marta verfolgt den Grundsatz: "Kümmern wir uns besser um unsere Betreuungskräfte, kümmern sich diese auch besser um unsere Nächsten." Deswegen ist eine wichtige Voraussetzung für eine osteuropäische Betreuungskraft ein eigener Rückzugsort mit einem möblierten Zimmer, Zugang zu einem Badezimmer und einem Wohnbereich sowie einem Internetanschluss, um Kontakt zur Familie in der Heimat zu halten.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Pflegekräfte aus Osteuropa keine Medizin verabreichen dürfen. Eine enge Zusammenarbeit mit einem ambulanten deutschen Pflegedienst, der zusätzlich in regelmäßigen Abständen vorbeikommt, um die Aufgaben zu übernehmen, die die osteuropäische Pflegekraft nicht durchführen darf, gewährleistet jedoch eine gute medizinische Versorgung.

Es ist wichtig zu betonen, dass 24-Stunden-Betreuung nicht bedeutet, dass die Betreuungskraft ununterbrochen arbeitet. Es müssen Pausen und Erholungsphasen eingeplant werden, um sicherzustellen, dass die Betreuungskraft ausreichend Ruhe und Erholung bekommt. Dies ist nicht nur gesetzlich vorgegeben, sondern auch wichtig, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betreuungskraft zu erhalten und eine qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Konkrete Arbeitszeiten und Pausen sollten im Vorfeld klar vereinbart werden, um Missverständnisse und Probleme zu vermeiden.

Zusammengefasst:

Häufige Fragen zu Betreuungskräften aus Osteuropa

Ist eine Betreuungskraft aus Osteuropa legal?

Ja, wenn die Beschäftigung korrekt organisiert ist. Legal sind die Direktanstellung, das Entsendemodell mit gültiger A1-Bescheinigung sowie die Beauftragung einer selbstständigen Betreuungskraft. Entscheidend sind ordnungsgemäße Sozialversicherung, die Einhaltung des Mindestlohns und geregelte Arbeits- und Ruhezeiten.

Was ist die A1-Bescheinigung?

Die A1-Bescheinigung belegt, dass eine entsandte Betreuungskraft in ihrem Heimatland sozialversichert ist. Sie ist im Entsendemodell verpflichtend und maximal 24 Monate gültig. Ohne sie ist die Beschäftigung rechtlich riskant.

Wie melde ich eine osteuropäische Betreuungskraft an?

Die über marta vermittelten Betreuungskräfte sind selbstständig mit eigenem deutschen Gewerbe und umfangreich versichert. Eine gesonderte Anmeldung durch Sie als Familie entfällt damit.

Können die osteuropäischen Betreuungskräfte Deutsch?

Die Betreuungskräfte auf marta haben meist gute Deutschkenntnisse. Jedes Profil zeigt das individuelle Niveau – von Grundkenntnissen (einfache Sätze) über mittlere und gute bis zu sehr guten Kenntnissen (Unterhaltung auf hohem Niveau). Sie können gezielt nach dem gewünschten Niveau filtern.

Dürfen osteuropäische Betreuungskräfte medizinische Aufgaben übernehmen?

Nein. Betreuungskräfte übernehmen Hilfe bei Hygiene, Mobilität, Essenszubereitung, Haushalt und Freizeitgestaltung, aber keine medizinische Behandlungspflege. Diese übernimmt bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst.

Was kostet eine Betreuungskraft aus Osteuropa?

Die Kosten richten sich vor allem nach Deutschkenntnissen, Erfahrung und Betreuungsaufwand – nicht nach der Herkunft. Eine ausführliche Übersicht finden Sie auf unserer Seite zur 24-Stunden-Pflege.

Wie schnell kann eine Betreuungskraft starten?

In der Regel finden Sie über marta innerhalb weniger Tage eine passende Betreuungskraft – bei dringendem Bedarf oft schon nach 3 bis 5 Tagen.

Welche Vorbereitungen sind für eine Betreuungskraft notwendig?

Die Betreuungskraft benötigt einen eigenen Rückzugsort: ein eigenes Zimmer mit schnellem Internetzugang sowie ein eigenes oder mitbenutztes Badezimmer.

Gibt es bei marta eine Kündigungsfrist?

Sind Sie mit Ihrer Betreuungskraft nicht zufrieden, können Sie den Vertrag in der Regel nach einer Woche ohne zusätzliche Kosten beenden und über marta schnell eine Alternative finden.

Was passiert, wenn es zwischen Betreuungskraft und pflegebedürftiger Person nicht passt?

marta unterstützt Sie dabei, eine besser passende Betreuungskraft zu finden, und organisiert den Wechsel. In der Regel können Sie den Vertrag nach einer Woche ohne zusätzliche Kosten beenden.

Quellen

  1. Bundesarbeitsgericht (2021): Urteil vom 24. Juni 2021 zum Mindestlohn für entsandte Betreuungskräfte. bundesarbeitsgericht.de (letzter Abruf: Juni 2026)
  2. Deutsche Rentenversicherung: A1-Bescheinigung – Entsendung innerhalb der EU. deutsche-rentenversicherung.de (letzter Abruf: Juni 2026)
  3. Verbraucherzentrale: Betreuung im Entsendemodell – bitte nur mit A1-Bescheinigung. verbraucherzentrale.de (letzter Abruf: Juni 2026)

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